Der Begründer der Hizmet-Bewegung ist ein leidenschaftlich engagierter Pädagoge, der am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeutet, als Kind aus einer unterprivilegierten Familie von jeder Bildung ausgeschlossen zu sein. Diese Erfahrung prägte die Bewegung von Anfang an. Die Forderung “gute Bildung für alle” war eigentlich eine konservative, in der islamischen Gesellschaft seit je verankerte Forderung und hat zum Aufbau eines breit aufgestellten Bildungssystems geführt, das mit der Migration auch in den Migrationsländern Verbreitung gefunden hat. Vielleicht gerade weil die Bewegung sehr traditionelle Werte aufgegriffen hat, bekam sie schon dann, als sie sich auch in den urbanen Zentren des Landes ausbreitete und zur Etablierung einer bewegungstreuen Bildungselite führte, zunehmend Probleme mit der überkommenen Machtelite. Außerhalb der Türkei konnte genau dies jedoch niemals zu einem Problem werden. Denn das Kernanliegen “gute Bildung für alle” bedeutet hier nur “Migration macht Schule”, ein Konzept, das mit den Bildungszielen einer Einwanderungsgesellschaft völlig selbstverständlich korrespondiert.


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Termin(e)

Di. 13.11.2018, 18:00 - 19:30 Uhr


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