Neue Technologien habe die Gesellschaft immer wieder verändert - meist in unvorhersehbarer Weise und Heftigkeit. Die Zusammenhänge zwischen einer Technologie und seinen gesellschaftlichen Folgewirkungen waren dabei nicht immer leicht ersichtlich. So gibt es Perspektiven, die die Entstehung des Feudalismus als gesellschaftliches System maßgeblich auf die Erfindung des Steigbügels zurückführen. Außerdem haben sich Techniken und Technologien trotz einer früheren Erfindung zusätzlich erst dann durchgesetzt, wenn die Gesellschaft ein entsprechendes Bedürfnis nach ihnen entwickelt hat. So kannten bereits die antiken Griechen die Dampfkraft und die Rechenmaschine - ohne jedoch eine Verwendung für die Eisenbahn oder Buchhaltung zu haben.
Das Internet als sich rapide ausbreitende Technologie löst nun bereits jetzt enormeUmwälzungsprozesse aus, deren Konturen wir nur unscharf zu erkennen beginnen. Wenn Beobachtung, Analyse und Kommunikation
immer und überall möglich ist, verändert das nicht nur die Politik und die Wirtschaft, sondern es bedarf gänzlich neuer Ordnungsformen und Sozialtechniken. Bestehende Strukturmuster und Wertesysteme werden dabei in Frage gestellt und vielfach aufgelöst. Welche Veränderungen können wir schon beobachten, und welche lassen sich bereits vermuten? Wie können wir als Individuum und als Gesellschaft mit den Anforderungen solcher Umwälzungsprozesse sinnvoll umgehen?
Hierbei handelt es sich um eine Überblicksveranstaltung mit anschließende Diskussion. Dabei können die negativen und positiven Implikationen des technologischen Wandels im Anschluss an den Vortrag diskutiert werden.


Kosten

0,00 €


Termin(e)

Mi. 24.01.2018, 18:00 - 20:15 Uhr


Kursort


Dozent/in

Datum Zeit Straße Ort
Mi. 24.01.2018 18:00 - 20:15 Uhr Freiheitstraße 1 Stadtbücherei, Freiheitstraße 1